Jede Website auf Ihrem Managed Webserver lässt sich einzeln einstellen: wie viel Speicher und Zeit PHP bekommt, ob Apache Ihre .htaccess-Dateien auswertet und ob Seiten für Besucher zwischengespeichert werden. Alle Einstellungen gelten nur für die eine Website.

PHP-Einstellungen

Hier ändern Sie Grenzwerte, die viele Anwendungen in ihrer Anleitung nennen – etwa die maximale Größe beim Hochladen von Bildern.

  1. Öffnen Sie Websites und klicken Sie in der Zeile Ihrer Website auf PHP-Einstellungen (Symbol mit den Schiebereglern).
  2. Ändern Sie die gewünschten Werte. Rechts neben jedem Feld steht, welcher Bereich erlaubt ist.
  3. Klicken Sie auf Speichern. Die Änderung wirkt nach wenigen Sekunden.
Dialog PHP-Einstellungen mit Feldern wie Speicher je Skript, Max. Dateigröße (Upload), Max. Laufzeit, Zeitzone und Fehler anzeigen Dialog PHP-Einstellungen mit Feldern wie Speicher je Skript, Max. Dateigröße (Upload), Max. Laufzeit, Zeitzone und Fehler anzeigen Neben jedem Feld steht der technische Name und der erlaubte Bereich.

Die häufigsten Einstellungen:

FeldWofür
Speicher je Skript (memory_limit)Arbeitsspeicher, den ein einzelner Seitenaufruf höchstens belegen darf.
Max. Dateigröße (Upload) und Max. Formulargröße (POST)Wie groß hochgeladene Dateien sein dürfen. Erhöhen Sie beide gemeinsam.
Max. Laufzeit (Sekunden)Wie lange ein Seitenaufruf rechnen darf, bevor PHP ihn abbricht.
ZeitzoneFür Datum und Uhrzeit in Ihrer Anwendung.
Fehler anzeigenZeigt PHP-Fehler direkt im Browser. Nur zur Fehlersuche einschalten, danach wieder aus.

Mit Auf Vorgaben zurücksetzen stellen Sie alle Werte zurück. Sicherheitseinstellungen wie disable_functions und open_basedir sind fest und lassen sich nicht ändern.

Die PHP-Version selbst wechseln Sie nicht hier, sondern mit Bearbeiten – siehe Website anlegen und Domain verbinden.

Die Einstellungsseite einer Website

Klicken Sie unter Websites in der Zeile Ihrer Website auf Einstellungen (Zahnrad-Symbol). Es öffnet sich eine eigene Seite mit diesen Bereichen: Seiten-Cache, Wartungsmodus, Webserver, Weiterleitungen, Passwortschutz, Git-Deploy und Erreichbarkeit. Mit Ihre Websites ganz oben kommen Sie zurück zur Liste.

Weiterleitungen, Passwortschutz, Wartungsmodus und Erreichbarkeit beschreibt Weiterleitungen, Passwortschutz, Wartungsmodus und Überwachung, Git-Deploy steht in Dateien hochladen.

Für Node.js- und Ruby-Anwendungen gibt es diese Seite nicht. Cache, Weiterleitungen, Wartung und Passwortschutz stehen nur PHP-Websites zur Verfügung.

Webserver: Apache-Modus für .htaccess

Standardmäßig liefert nginx Ihre Website aus. Viele Anwendungen bringen aber .htaccess-Dateien mit – kleine Regeldateien für Apache, etwa für schöne Adressen, Weiterleitungen oder Zugriffsschutz. Damit diese wirken, schalten Sie den Apache-Modus ein.

  1. Klicken Sie im Bereich Webserver auf Apache-Modus einschalten.
  2. Die Website startet dafür kurz neu. Danach steht rechts oben Apache statt nginx.
Bereich Webserver mit der Schaltfläche Apache-Modus einschalten und den Hinweisen zu .htaccess Bereich Webserver mit der Schaltfläche Apache-Modus einschalten und den Hinweisen zu .htaccess Der Apache-Modus wertet die .htaccess-Dateien der Website aus.

Gut zu wissen:

  • In .htaccess wirken RewriteRule, Redirect, Require, Header, ErrorDocument und Expires.
  • Die Einstellungen auf der Einstellungsseite gelten vor der .htaccess.
  • php_value und php_flag funktionieren nicht und führen zu Fehler 500. Ändern Sie PHP-Werte stattdessen in den PHP-Einstellungen oder in einer Datei .user.ini. Fehler stehen in logs/apache-error.log im Ordner der Website.
  • Nextcloud, Shopware und MediaWiki laufen nur mit nginx; für sie gibt es den Apache-Modus nicht.

Mit Zurück zu nginx schalten Sie den Modus wieder aus.

Seiten-Cache

Der Seiten-Cache speichert fertige Seiten für einige Minuten zwischen. Besucher bekommen sie dann ohne Wartezeit, und Ihre Website braucht weniger Rechenleistung.

  1. Wählen Sie im Bereich Seiten-Cache die Dauer, zwischen 1 Minute und 1 Stunde.
  2. Klicken Sie auf Einschalten.
Bereiche Seiten-Cache mit Auswahl der Dauer und Schaltfläche Einschalten sowie Wartungsmodus mit freigegebenen IPs und Hinweistext Bereiche Seiten-Cache mit Auswahl der Dauer und Schaltfläche Einschalten sowie Wartungsmodus mit freigegebenen IPs und Hinweistext Seiten-Cache und Wartungsmodus stehen oben auf der Einstellungsseite.

Zwischengespeichert werden nur Seiten für anonyme Besucher ohne Parameter in der Adresse. Nie zwischengespeichert werden Admin-Bereich, Anmeldung, Warenkorb und Kasse, Kommentare und alles mit einem Sitzungs-Cookie. Eingeloggte Redakteure sehen also immer den aktuellen Stand.

Neue Inhalte erscheinen für Besucher nach Ablauf der Dauer – oder sofort, wenn Sie auf Cache leeren klicken. Für Nextcloud ist der Seiten-Cache wirkungslos; dort hilft Redis, siehe Cron-Jobs, Memcache, Redis, Node.js und Ruby.

Wenn es nicht funktioniert

… erlaubt ist … bis …
Ein Wert liegt außerhalb des erlaubten Bereichs. Der Bereich steht neben dem Feld.
Fehler 500 nach dem Einschalten des Apache-Modus
Meist steht php_value oder php_flag in einer .htaccess. Entfernen Sie die Zeile und setzen Sie den Wert in den PHP-Einstellungen. Die genaue Ursache steht in logs/apache-error.log.
Besucher sehen eine alte Version der Seite
Der Seiten-Cache liefert noch die gespeicherte Fassung. Klicken Sie auf Cache leeren.

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